Mobilität
Für Modernisierung der Mobilität
Nachhaltige Mobilität für Schwalmstadt heißt für uns Grüne z.B. Erhalt und Ausbau des barrierefreien Treysaer Bahnhofs.
Neben Bussen und Bahnen brauchen wir dort wie an anderen zentralen Orten des Stadtgebiets Ladestationen mit Ökostrom für E-Autos und E-Bikes, sowie Leihfahrräder.
Ein städtisches Radwegenetz soll geschaffen werden, das für Alltagsradfahrer ebenso tauglich ist wie für Radtouristen. Grünes Licht für Radfahrer und Fußgänger bedeutet mutige innerörtliche Regelungen zu Gunsten dieser Verkehrsteilnehmer mit barrierefreiem Ausbau eines Fußwegenetzes.
Unverzichtbar ist ein Parkplatzkonzept, das den ruhenden Verkehr auf geeignete Flächen – beispielsweise in Ziegenhain Alleeplatz, Steinweg/kath.Kirche und in Treysa Haaßehügel, Zimmerplatz – verlagert. Ansonsten werden nur einzelne gebühren- oder ausweispflichtige Parkplätze angeboten. Das Parkhaus wird als gebührenfreier, öffentlicher P+R-Platz erhalten und modernisiert.
Mit verschiedenartigen Dienstleistungsangeboten – Anrufsammeltaxi, Bürgerbus, Car-sharing – muss der ÖPNV so ergänzt werden, dass Menschen aus allen Stadtteilen bezahlbare und verfügbare Möglichkeiten haben, ihre Ziele wie kulturelle Veranstaltungen, Volkshochschulkurse, Arztbesuche, Behörden, Beratungsangebote und Einkaufsmöglichkeiten zu erreichen.
Wir wollen die Umsetzung eines regionalen Straßenverkehrskonzeptes und keine Verkehrslawine, die sich über eine Transitautobahn A49 durch die Schwalm wälzt
GRÜNEs Licht für Fußgänger und Radfahrer
Die Tatsache, dass wir rund zwei Drittel unserer täglichen Wege mit dem Auto zurücklegen, obwohl diese kürzer als vier Kilometer sind, kann man als Ergebnis der verfehlten Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte deuten.
GRÜNE Verkehrspolitik heißt, den Menschen und seine Mobilitätsbedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen, und nicht, den Autoverkehr weiterhin zu bevorzugen und zu beschleunigen. Im Sinne eines aktiven Klimaschutzes und einer bewussten Gesundheitsförderung müssen die Interessen der nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer, also der Fußgänger und Radfahrer, viel stärker in den Vordergrund gestellt werden als bisher.
Für Schwalmstadt heißt das zunächst einmal, Konzepte für einen attraktiveren Fuß- und Radverkehr zu erarbeiten. Das vorhandene Wegenetz muss aus Sicht der Nutzer analysiert werden. Mittels eines Maßnahmenplans sind erkannte Qualitätsmängel hinsichtlich Routenführung, Fahrbahndecke, Ausschilderung etc. schrittweise und mit abgestufter Dringlichkeit abzustellen. Hierbei sind die Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich, z.B. in einem Forum, mit einzubinden, da sie zum Teil ausgesprochen fachkundig sind.
Neue Radwege müssen vor allem beiderseits von stark befahrenen Straßen, wie z.B. der B454 innerhalb von Treysa, eingerichtet werden. Ansonsten gilt es aber, durch mehr Tempo 30-Zonen, sogenannte Fahrradstraßen und andere verkehrsberuhigte Zonen den Autoverkehr zu entschleunigen. Die Kombination des nicht-motorisierten Verkehrs mit dem Öffentlichen Personennahverkehr ist durch eine Fahrradstation am Bahnhof – gesicherte Parkplätze für geeignete Wechsel der Verkehrsmittel – sowie durch die Ermöglichung der Mitnahme des eigenen Fahrrades in Bussen und Bahnen zu verbessern.
A 49
Das bringt die A 49
- der bedeutende Naturraum und die Kulturlandschaft des Schwalmtals werden zerschnitten und unwiederbringlich zerstört
- das Tal der Schwalm wird für tagtäglich ca. 30.000 im Transitverkehr durch- fahrende PKW und LKW mit einem Dauerlärmteppich belastet
- die Menschen in Dittershausen, Rommershausen, Frankenhain, Treysa, die direkt an der Trasse leben, werden Tag und Nacht krank machendem Lärm ausgesetzt sein
- die Menschen in Treysa, Florshain, Wiera, Ziegenhain, Niedergrenzebach und Trutzhain werden durch die erhebliche Zunahme des Verkehrs, den der Autobahnanschluss im Westen Treysas mit sich bringt, dauerhaft Staus, Lärm und Gestank ausgesetzt sein
- es wird einen immensen Wertverlust der Grundstücke und Immobilien entlang der betroffenen Straßen geben
- wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge wird der Bestand mittelständischer Betriebe in Schwalmstadt gefährdet, weil die Kaufkraft der Menschen aus unserer Region nach Kassel, Marburg und Giessen abfließen wird
- das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere der Bahn wird höchst- wahrscheinlich noch mehr ausgedünnt, weil noch mehr Menschen auf das Auto umsteigen
Die A 49 nützt Schwalmstadt nichts!
Der Bau der A 49 zerstört unsere natürliche Umwelt und gefährdet Arbeitsplätze in unserer Region
A 49 – ein Akt der Gier
Langsam dämmert es den Schwalmstädtern. Auch ihre Stadt soll nun tatsächlich eine Autobahn bekommen. Die damit verbundenen Heilsversprechen erinnern an Helmut Kohls „blühende Landschaften“. Leider wird nach dem Autobahnbau deutlich weniger Natur existieren, wo etwas blühen könnte. Auch ein Aufblühen der heimischen Wirtschaft wird es nicht geben. Vielmehr wird der Bestand mittelständischer Betriebe in Schwalmstadt gefährdet, weil – wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge – die Kaufkraft der Menschen aus unserer Region nach Kassel, Marburg und Giessen abfließen wird.
Das will aber keiner hören. Weil Menschen glauben, mehr verkaufen zu können, schneller von Schwalmstadt nach Frankfurt oder Kassel zu kommen oder mehr Wählerstimmen einzufahren, wenn die Autobahn gebaut wird, sind sie bereit, ein wunderschönes Stück Natur zu zerstören, noch mehr zur Vergiftung unserer Atemluft beizutragen und sich und ihre Mitmenschen krank machenden Lärm auszusetzen. Wann kommen wir endlich zur Besinnung?
„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ Diese Weissagung, die dem Indianerstamm der Cree zugesprochen wird, bringt in wenigen Worten den Irrsinn eines falschen Fortschrittsglaubens auf den Punkt.
Andreas Eckert
Schwalm ohne Autobahn
Der Verein Schwalm ohne Autobahn bündelt und koordiniert die Interessen der Gegener der A 49. Er trifft sich jeden Montag um 20.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Frankenhain. Eingeladen sind alle Vereinsmitglieder und Interessierte. Hier ist der Link zur Webseite des Vereins.
Fotos von:
Fahrrad: R_K_B_by_SuBea_pixelio.de


